Mit zwei Punkten aus dem Spiel gegen Rumänien im Gepäck startet Deutschlands U20 am Montag bei der WM in China in die Hauptrunde. - Foto: kolektiff
Mit zwei Punkten aus dem Spiel gegen Rumänien im Gepäck startet Deutschlands U20 am Montag bei der WM in China in die Hauptrunde. - Foto: kolektiff

Weibliche U20 hat zwei Matchbälle fürs WM-Viertelfinale

28.06.2026 | U-Teams

 

Nach makelloser Vorrunde warten Südkorea und Spanien

Die ersten Aufgaben sind bewältigt, ab Montagvormittag nimmt die U20-Weltmeisterschaft des weiblichen Nachwuchses im chinesischen Jinzhong weiter an Fahrt auf. Um 10.15 Uhr deutscher Zeit (wie alle Turnierspiele mit deutscher Beteiligung live bei Dyn) greift das DHB-Team in die Hauptrunde hier. Auftaktgegner wird Südkorea sein, das in der Vorrunde die traditionell starken Norwegerinnen schlug (26:24), im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg dann jedoch Spanien deutlich unterlag (20:32). Spanien wir dann am Dienstag ab 10.15 Uhr in der Neuauflage des U19-EM-Finales von 2025 die zweite Herausforderung. „Ab jetzt haben wir nur noch Endspiele“, sagt Trainer Christopher Nordmeyer. Die Stimmung ist prima – gute Vorzeichen für die bevorstehenden Hürden. „Es macht richtig viel Spaß im Team“, berichtet Lara Egeling von Borussia Dortmund, die auch den Zusammenhalt hervorhebt: „Es ist toll innerhalb des Teams und wie sich die mitgereisten Eltern um uns kümmern. Wir sind eine wertvolle Einheit.“

Deutschland und Spanien nehmen zwei Punkte aus der Vorrunde mit, was ihnen gegenüber Südkorea und Rumänien zunächst einmal einen Vorteil im Kampf um die ersten beiden, für den Einzug ins Viertelfinale berechtigenden Plätze einbringt. Nordmeyer: „Unser Sieg gegen Rumänien am Samstag war sehr wichtig. Der Druck ist groß, aber wir haben auch die Chance, gegen Südkorea den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen und damit zu den acht besten Teams der Welt zu gehören.“ 

Beeindruckt zeigt sich der Trainer von der Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft. Nach Lara Däuble verletzten sich während der WM-Vorrunde in Spielmacherin Hannah Gutzeit und Torhüterin Merle Muth zwei weitere Spielerinnen. Katharina Goldammer vom TuS Metzingen und Lina Steinecke vom Buxtehuder SV wurden nachnominiert. Goldammer traf bereits am Samstag beim Team ein und stand gegen Rumänien ein paar Minuten auf der Platte. Wenige Stunden zuvor hatte Nordmeyer Lina Steinecke mit einer „Guten-Morgen-Nachricht“ aus Fernost von ihrer Nachnominierung wissen lassen. Acht Stunden später stieg sie in den Flieger, sie wird am Montag gegen Südkorea auf dem Spielberichtsbogen stehen und im weiteren Turnierverlauf das Torhüter-Duo mit Lena Lindemann bilden. „Es ist beeindruckend, wie die Mannschaft die Ausfälle ausblendet. Sie fokussiert sich nur auf den Moment und behält einen positiven Blick auf jedes Spiel“, so Nordmeyer.

Nachdem die beiden deutlichen Sieg gegen Brasilien (39:22) und Kanada (46:11) nur begrenzt Aussagekraft hatten, setzte die DHB-Auswahl gegen Rumänien (37:31) ein Ausrufezeichen, das Mut macht für nächsten schwierigen Aufgaben. „Man hat an der Reaktion der Mannschaft gemerkt, wie sie sich gefreut hat und wie erleichtert wir waren. Dieser Sieg stärkt unseren Glauben an uns selbst“, schildert der DHB-Trainer.

Der erste Hauptrundengegner Südkorea überraschte nicht nur Nordmeyer mit dem Sieg gegen Norwegen: „Das ist eine Warnung für uns. Die Südkoreanerinnen haben einen Stil, den wir in Europa nicht kennen. Sie rennen, rennen, rennen. Man hat nie den Eindruck, dass die Batterien leer werden. Wir stellen uns auf eine 3:3-Deckung ein und müssen uns in der Abwehr auf gute Durchbrüche, viel Durchsetzungsstärke an sechs Metern und Kreuzungen einstellen. Sie spielen fast jede Aktion auf den Punkt. Wir werden eine Top-Leistung brauchen.“