Robin John und das deutsche Team verwies die Mannschaft aus Norwegen und Schweden auf die Plätze. - Foto: René Weiss
Robin John und das deutsche Team verwies die Mannschaft aus Norwegen und Schweden auf die Plätze. - Foto: René Weiss

Europameister ist heiß und sichert sich den Turniersieg

07.06.2026 | Beachhandball

 

DHB-Männer schlagen Schweden und Norwegen in Kelkheim-Münster deutlich

Von den Spielen des Drei-Nationen-Turniers mit Partien gegen Norwegen und Schweden nimmt die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft der Männer ein gutes Gefühl mit auf den Weg zur Weltmeisterschaft vom 23. bis zum 28. Juni in Kroatien. Schon nach der „Hinrunde“ in Mainz-Bretzenheim mit einem 2:0-Sieg gegen Norwegen und einer 1:2-Niederlage gegen Schweden hatte Bundestrainer Marten Franke festgehalten, dass vieles bereits sehr gut aussieht. Am Samstag legte der Europameister in Kelkheim-Münster noch einen drauf. Durch zwei dominante 2:0-Siege gegen Schweden (20:10, 24:20) und Norwegen (32:18, 26:14) schloss die DHB-Auswahl das Turnier verdientermaßen auf dem ersten Platz ab. „Wir können sehr zufrieden sein mit der gezeigten Leistung. Sowohl in der Abwehr als auch Angriff waren wir sehr gallig. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie heiß war, die Niederlage gegen Schweden vom Freitag wettzumachen“, sagte Franke.

Deutschland war in der ersten Halbzeit gegen Schweden noch etwas fahrlässig beim Abschluss. Immer wieder zeichnete sich der Schlussmann der Wikinger aus. Danach fand der Gastgeber seine Treffsicherheit und erhöhte seine Abschlussquote. Als beste Punktesammler stachen gegen die Gelb-Blauen Lars Zelser (16) und Jannis Herr (10) heraus – die beiden Münsterer Lokalmatadore bei ihrem Heimspiel. Herr, der einzige Linkshänder im deutschen Aufgebot musste im zweiten Spiel gegen Norwegen mit einer Schulterverletzung vorzeitig vom Spielfeld. Weil auch Lennart Wörrmann, der sich in der Trainingseinheit am Samstagvormittag ein Blessur zugezogen hatte, sicherheitshalber nicht zum Einsatz kam, mussten ungewohnte Formationen ihren Mann stehen. „Das haben wir sehr gut hinbekommen. Trotz der Umstellungen sind wir stabil geblieben“, freute sich der Bundestrainer über die gewonnenen Eindrücke.

Nach dem erfolgreichen Turnier in Rheinland-Pfalz und Hessen beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft. Auf das Gezeigte kann Deutschland aufbauen. Franke nannte zum Beispiel das Kempa-Spiel als positive Erscheinung. „Wir werden versuchen, das im Hinblick auf die WM zu forcieren“, erklärte er. Hinter seiner Mannschaft belegte Norwegen mit vier Punkten etwas überraschend den zwei Platz. Schweden wurde Dritter.

 

Deutschland – Schweden 2:0 (20:10, 24:20)
Deutschland: Ebert, Middell, Liebeck (8 Punkte), Zelser (16), Günther (2), Herr (10), Zeyen, Henrich, Prahst, John (8).

Deutschland – Norwegen 2:0 (32:18, 26:14)
Deutschland: Ebert, Middell, Liebeck (12), Zelser (16), Günther (2), Alt, Zeyen, Henrich (6), Prahst (6), John (16).