Marten Franke: Niederlage gegen Schweden kein Beinbruch
Beachhandball-Drei-Nationen-Turnier: Bundestrainer sieht in Bretzenheim bei Sieg und Niederlage Gutes, aber auch Sachen, an denen es zu arbeiten gilt
Die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft der Männer hat die „Hinrunde“ des Drei-Nationen-Turniers mit Spielen gegen Schweden und Norwegen in der WM-Vorbereitung mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. In Mainz-Bretzenheim setzte sich der Europameister von 2025 mit 2:0 gegen Norwegen durch, das abschließende Spiel ging gegen Schweden mit 1:2 verloren.
Die Teams genossen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt eine tolle Kulisse und prima Stimmung, was am Samstag in der Beachhandball-Hochburg Kelkheim-Münster nicht anders sein dürfte. Ab 18 Uhr stehen sich die drei Teams dann ein weiteres Mal gegenüber. „Dann werden wir versuchen, uns gegen Schweden zu revanchieren“, kündigte Bundestrainer Marten Franke an. Die Portion Extra-Motivation ist da. Erst recht, weil in Bretzenheim im dritten und entscheidenden Spiel gegen die Wikinger nur Winzigkeiten fehlten und den Unterschied zwischen Platz eins und zwei ausmachten – beziehungsweise Zentimeter. Lennart Wörrmanns Versuch im Shoot-out wurde vom schwedischen Schlussmann an den Pfosten gelenkt. Das brachte die Entscheidung.
In ersten Abschnitt hatte die deutsche Mannschaft ein paar Probleme mit ihrer Abschlussquote. „Wenn diese besser gewesen wäre, hätten das Spiel gut und gerne für uns entscheiden können“, erklärte Franke. Trotz der vergebenen Chancen begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Skandinavier führten in der Endphase mehrmals mit zwei Punkten Differenz, die der Europameister wiederholt ausglich. Lars Zelsers Treffer zum 18:16 setzte die Schweden für den letzten Angriff unter Druck. Sie hielten ihm Stand. Ein verwandelter Strafwurf brachte die Partie in den Sudden Death. Hier setzte das DHB-Team seinen ersten Angriff an den Innenpfosten, die Skandinavier machten im Gegenangriff mit dem 19:18 den Sack zu.
In zweiten Durchgang setzte sich die Franke-Sieben gegen Mitte deutlicher ab und glich durch ein 22:14 aus. Das Penalty-Werfen fand seine Entscheidung erst mit dem zehnten Schützen. Bis dahin hatten beide Torhüter kein Land gegen die gegnerischen Schützen gesehen. „Wir hätten natürlich gerne beide Spiele für uns Entschieden, aber ein Beinbruch ist die Niederlage gegen Schweden nicht nicht. Ich habe einiges gesehen, was mir gut gefallen hat, aber es gibt auch noch Sachen, an denen wir noch arbeiten werden“, resümierte Franke.
Im ersten Vergleich des Tages gab Deutschland dem EM-Elften Norwegen deutlich das Nachsehen. Beim 2:0-Erfolg (26:14, 30:24) lief der Gastgeber nie Gefahr, etwas abzugeben. Früh warf man einen klaren Vorsprung heraus, was Sicherheit gab.
Deutschland: Lennart Wörrmann, Lennart Liebeck, Lars Zelser, Timo Günther, Jannis Herr, Philipp Alt, Tobias Zeyen, Severin Henrich, Hendrik Prahst, Robin John, Oliver Middell, Moritz Ebert