Eine junge Frau in einem schwarzen Trikot, die jubelt und die Faust streckt.
U16w bei den European Open - Foto: EHF

Überragende zweite Halbzeit: U16w zieht ins Halbfinale ein

01.07.2026 | U-Teams


22:16 gegen Spanien – DHB-Auswahl löst zudem das Ticket für das European Youth Olympic Festival

Die weibliche U16-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes steht bei den European Open in Göteborg im Halbfinale. Im Viertelfinale setzte sich die DHB-Auswahl nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 22:16 gegen Spanien durch und löste damit zugleich das Ticket für das European Youth Olympic Festival (EYOF) im kommenden Jahr.

Deutschland fand zunächst nur schwer in die Partie. Zwar überzeugte die Mannschaft von Beginn an mit einer aggressiven Abwehr und einer starken Torhüterleistung, im Angriff blieben jedoch zunächst einige gute Möglichkeiten ungenutzt. Spanien setzte sich dadurch früh mit 2:0 und später auf 5:2 ab. Erst nach knapp sieben Minuten erzielte Deutschland den ersten Treffer und kämpfte sich anschließend Schritt für Schritt zurück. In der 22. Minute gelang der Ausgleich zum 6:6, ehe sich bis zur Pause eine ausgeglichene Begegnung entwickelte. Mit einem 10:10-Unentschieden ging es schließlich in die Kabinen.

„Wir sind wieder schwer ins Spiel reingekommen. Das heißt nicht, dass wir schlecht gespielt haben, aber wir haben uns in einigen Situationen schwergetan und in der ersten Halbzeit viele freie Chancen liegen gelassen“, sagte DHB-Talentcoach Carsten Klavehn. „Trotzdem haben wir uns zurückgekämpft und ab dem Ausgleich immer mehr Kontrolle über das Spiel bekommen.“

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die DHB-Auswahl erneut wie verwandelt. Mit einer aggressiven und hervorragend organisierten Abwehr sowie einer starken Torhüterleistung ließ Deutschland den Spanierinnen kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig agierte die Mannschaft im Angriff deutlich zielstrebiger, erspielte sich immer wieder Vorteile im Eins-gegen-eins und zwang Spanien durch den hohen Druck zu zahlreichen Fehlern. Über mehrere verwandelten Siebenmeter sowie konsequent ausgespielte Angriffe setzte sich Deutschland zunächst auf zwei, dann auf drei und schließlich auf sechs Tore ab. Den Vorsprung brachte die DHB-Auswahl souverän über die Zeit und feierte einen verdienten 22:16-Erfolg.

„Die zweite Halbzeit war mannschaftlich unglaublich stark – vor allem in der Abwehr, inklusive unserer Torhüterinnen. Gegen einen Topgegner nur sechs Gegentore zu kassieren, ist aller Ehren wert“, lobte Klavehn. „Im Angriff hatten wir deutlich mehr Zug zum Tor, haben uns mehr Zugriff im Sechs-gegen-sechs erarbeitet und dadurch auch wichtige Siebenmeter herausgeholt und verwandelt. Alles in allem war es ein verdienter Sieg und ein verdienter Einzug ins Halbfinale.“

Mit dem Erfolg erreichte die DHB-Auswahl nicht nur die Runde der letzten vier, sondern qualifizierte sich zugleich für das European Youth Olympic Festival im kommenden Jahr. Im Halbfinale (02. Juli, 14:00 Uhr) wartet nun Kroatien auf die deutsche Mannschaft. „Das wird ein Gegner mit einer anderen, sehr körperlichen Spielweise. Genau solche Spiele sind wichtig für die Entwicklung der Mädchen“, blickte Klavehn voraus. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und besonders auf das, was sie derzeit in der Abwehr leistet. Wenn wir dort weiter so verteidigen, haben wir gute Chancen, auch das letzte Spiel des Turniers zu erreichen.“

Tore Deutschland: Hacker, Skill – Plöhn (5), Glomb (3), Schneeberger (3), Werum (2), Lueg (2), Sieber (2), Nagel (2), Dudacy (1), Lemke (1), Lieschke (1).